fotophonie 009 - Es geht um die Chemie

Veröffentlicht am 20. Januar 2015

Peoplefotograf Stefan Lux aus Hamburg fotografiert am liebsten auf Analogmaterial. Gerne auch mal auf abgelaufenes. Dazu erklärt er uns sein Vorgehen, wie so ein analoger Entwicklungsprozess abläuft, wo man noch Material dafür bekommt und was es mit seinem Projekt »Born in« auf sich hat. Wer Lust hat, kann sich bei ihm für eine Portraitsession bewerben und erhält einen einzigartigen großformatigen Abzug dafür.

Shownotes (Links, Bilder und Anmerkungen) zu „Es geht um die Chemie“

Interview mit Stefan Lux

In Folge 9 der fotophonie interviewen die beiden Podcaster Frank und Dieter den Fotografen Stefan Lux. Stefan Lux ist Peoplefotograf und fotografiert seit einigen Jahren fast ausschliesslich analog. Seine Nikon D3 fristet ihr Dasein seither im Schrank. Stefan erzählt in dieser Podcast-Folge von der Faszination analoge Fotografie. Wer wissen möchte, was den Reiz ausmacht, wie der analoge Entwicklungsprozess von statten geht und welche Projekte Stefan aktuell bearbeitet, dem legen wir die 2 Stunden und 20 Minuten der aktuellen fotophonie unbedingt ans Herz. Die drei haben die Folge diesmal gemeinsam im Studio der FF-Fotoschule in Hamburg aufgezeichnet. Stefans Ton wurde dabei mit einem von Olympus Deutschland zur Verfügung gestellten Aufnahmegerät, dem Olympus LS100, aufgenommen. Vielen Dank an Olympus fürs Ausleihen dieses tollen Aufnahmegeräts. Gesprochen hat Stefan in ein Headset-Mikrofon von T-Bone. Gern lesen wir von euch ein Feedback zum Ton.

Stefan Lux bei der Arbeit
Stefan Lux bei der Arbeit

Im Laufe der Folge berichtet Stefan Lux von seinem „Born In“ Projekt. Bei diesem Projekt fotografiert Stefan die „Models“ auf einem Film, der im Geburtsjahr des „Models“ abgelaufen ist. Hierfür ist Stefan stets auf der Suche nach neuen, besonders ausdrucksstarken „Models“ und natürlich nach abgelaufenem Filmmaterial. Über eine Spende abgelaufener Filme (besonders Mittelformat-Rollfilm) würde Stefan sich sehr freuen. Wer also solche Filme liegen hat oder gerne von Stefan abgelichtet werden möchte, wendet sich bitte direkt an Stefan. Münden wird das „Born In“-Projekt in einem Buch und einer Ausstellung. Wer das Buch erwerben möchte kann sein Interesse hieran ebenfalls bei Stefan platzieren.

Stefan Lux

stefan@lux-photographie.de
Woldsenweg 5
20249 Hamburg
+49 151 418 0 44 00

Hier einige der Arbeiten von Stefan (ein Klick auf das Bild liefert auch eine entsprechende Bildbeschreibung):

 

Mitwirkende:

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Ein Kommentar

  1. Ja, es gibt sie immer noch die Puristen und Nein, analoge Fotografie ist nicht schlechter, als die digitale. Aber!!! Es ist „Oldtimer Fotografie“ … bedeutet, das es nicht mehr so viel Material (Filme Entwickler usw. gibt, wie zu IHRER Zeit) Veraltete Filme zu nutzen und diesen Umstand extra in die Projektarbeit einfließen zu lassen, hat jedoch Charakter.

    Die Kameras, ob nun Hasselblad Leica oder alle anderen Marken gab und gibt es ja noch heute (gebraucht) zu moderaten Preisen. Doch wehe wehe, wenn diese „Macken“ bekommen, wie das Verharzen der Compurverschlüsse, dann heißt es basteln. Aber Oldtimer Besessene kennen das,lieben es und haben ein „Ausschlachtteil“ in Hinterhand Was allerdings schwierig ist und lästig werden kann, ist das Entsorgen der chemischen Abfälle, die ja anfallen. Schüttete man als Amateur die damals noch sorglos in den Ausguss, weil man es nicht anders los wurde und es nicht besser wusste, hat man heute die Schwierigkeit und die Verpflichtung umweltbewusster zu denken und zu handeln.

    Der analoge Prozess war aufwendig (nicht zu vergleichen mit dem Aufwand der professionelleren digitalen Fotografie) aber machte auch Spaß. Wenn man einmal von den mit Entwickler versauten Hosen (die Flecken wurden ja nach einiger Zeit erst braun und gingen nicht mehr raus) absieht. Hatte man nun seine Barytprints ordentlich ausfixiert und ausgewässert, dann konnte man sich langlebiger Endprodukte erfreuen. Wenn nicht, dann wurde man mit gelblichen Flecken die sich manchmal erst nach langer Zeit teigten bestraft.

    Wer die Fotografie „von der Pike“ auf gelernt hat, der wird gewiss manchmal das Arbeiten mit den Kameras auf optischer Bank vermissen. Ein Blick (unter dem Tuch) auf ein 5 x 7 oder 8 x 10 inch Mattscheibe hatte schon etwas und DIE Verstellmöglichkeiten erreicht man mit den modernen Digitalen AUCH mit T/S Objektiven nicht. Auf den großen Mattscheiben war noch ein „Komponieren“ (auch wenn man das Bild kopfüber sah) WIRKLICH möglich. Man war (schon aus Kostengründen) gezwungen nicht einfach drauf los zu ballern ….

    Ein Großbildnegativ auf Technical Pan war schärfemäßig zum Niederknien. DAS muss man einfach erwähnen. Ein späterer Carbonprint davon gezogen … nein, DAS schafft immer noch kein Tintenstrahler! Hier war noch ein „Komponieren“ WIRKLICH möglich.

    Der größte Wermutstropfen war jedoch, dass man eine feste Dunkelkammer benötigte, die nach ein paar Jahren der Nutzung den „typischen Geruch“ annahm, der sich nur schwer (der Putz muss runter) entfernen ließ.

    Wer nun die Luft der „alten Fotografie“ geschnuppert hat und NOCH weiter in die Tiefen der „fotografischen Alchemie“ eindringen möchte, dem empfehle ich das Buch:

    KUNSTPHOTOGRAPHISCHE EDELDRUCKVERFAHRENvon Frank Heidtmann; Berlin Verlag; ISBN 3-87061-138-9

    Möglicherweise ist es nur noch gebraucht zu bekommen.

    HzG
    Norbert

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