fotophonie 059 - Wechsel-Angst

Veröffentlicht am 14. Juli 2016

Wir bieten Dir heute in der Sendung viele Informationen zu den unterschiedlichsten Themen an. Unter anderem geht es um die Fujifilm X-T2, das Olympus m.zuiko 17mm f1,8, um euer Feedback und darum, was wir Dir dringend ans Herz legen im Bereich der fotografischen Fortbildung per Audio und Video.

Shownotes (Links, Bilder und Anmerkungen) zu „Wechsel-Angst“

Die fotophonie liefert Dir in ihrer neuesten Folge wieder einen MIx an Informationen! Dieter und Frank kümmern sich wie jede Woche um Feedback und um die aktuellen Branchennews. Darunter auch die aktuellen Infos zur Fuji X-T2*. Frank hat zudem zu den Schnappschussringen des m.zuiko 17mm f1,8* und dem des m.zuiko 12mm f2,0* recherchiert und warum hier das Fokuspeaking nicht wie erwartet funktioniert. Dieter hat überprüft, ob der superstarke Graufilter Haida ND 4.5 einen Farbstich erzeugt oder nicht. Und wie immer gibt es für Dich auch noch Tipps, was Du Dir anschauen und anhören solltest, um fotografisch weiter zu kommen.

Vor etwas mehr als zwei Wochen haben wir für euch auch auf Google+ eine Gruppe gestartet. Google+ nennt das eine »Community«. Diese neue Gruppe wird von euch sehr gut angenommen und es formiert sich in der Tat eine fotophonie-Community.

Das finden wir natürlich richtig Klasse. Für Einige ist es eine willkommene Alternative zur Beteiligung auf facebook, was halt nicht jeder mag. Und damit noch mehr Interessierte in die neue fotophonie-Community auf Google+ finden, hier nochmal  der Link.

Startseite der fotophonie-Community auf Google+
Startseite der fotophonie-Community auf Google+

Aber jetzt zum Fokuspeaking und dem Schnappschussring …

Fokuspeaking mit dem Schnappschussring des m.ZUIKO 17mm f1,8

Ausgangssituation: Bei einigen Objektiven aus der m.ZUIKO Serie kann man den Fokusring in Richtung Kamera zurückziehen und auch wieder nach vorne schieben, um zwischen Autofokusbetrieb und manuellem, rein mechanischem Fokussieren hin und her zu schalten. Diese Form des verschiebbaren Fokusrings nennt Olympus »Schnappschussring«. Wenn man den Schnappschussring des 17mm f1,8* zurück zieht, startet an den OM-D’s* und der PEN F* aber weder das Fokus Peaking noch die Vergrößerung automatisch. Bei den Pro Objektiven funktioniert dies sonst problemlos.

Frank wurde von Kunden darauf angesprochen. Ihn selber betrifft es weniger, da er bei seinen Kameras die Umschaltung von AF auf MF auf die FN1 Taste legt und dann das Peaking und die Vergrößerung beim Druck auf FN1 auch mit dem 17mm f1,8 funktioniert. Das kann man sich gleich mal als Workaround merken.

Laut Auskunft von Olympus erfolgt die Umschaltung zwischen AF und MF via Schnappschussring bei dem 17mm f1.8* rein mechanisch. D. h. es gäbe keine elektronische Information an die Kamera. Das gelte auch für das 12mm f2.0*. Neuere Objektive, wie die aktuellen m.ZUIKO Pro-Objektive arbeiten anders.

Etwas verwundert haben Frank und Dieter noch während der Aufzeichnung der Folge festgestellt, dass die Kameras aber durchaus auf elektronischem Wege von der Umschaltung von AF auf MF mittels Schnappschussring erfahren. Schliesslich wechselt die Statusanzeige der Fokussierung im Display automatisch von »S-AF« auf »MF«.

Frank hat nach unserer Sendung noch einmal nachgehakt! Die beiden „älteren Objektive“ mit verschiebbarem Fokusring übertragen die entsprechenden Daten nicht über die selbe Schnittstelle wie die Pro-Objektive und damit geht die Funktion mit diesen beiden Objektiven lediglich über den Workaround die Kamera im Super Control Panel auf MF umzustellen. Ein Firmwareupdate ist nicht zu erwarten!

Camera Control (Adrian)

  • Camera Control ist eine Lösung zum Datentransfer via WLAN mit den Bordmitteln der OM-D
  • Nur für Windows
  • Wäre toll, wenn sich ein Mac-Entwickler fände, der das mit einer guten Oberfläche auch für macOS umsetzte

Workshops im Raum Stuttgart

NEWS

Fujifilm kündigt X-T2* an

  • APS-C, 24 MP, ISO 51.200 (vermutlich von Sony, aber X-Trans-Farbfilter)
    • schneller an (0,3 sek.),
    • schnellerer AF (mehr Phasen-Diff. AF-Felder),
    • schnellere Serienbilder,
    • schnelleres Speichern
  • 2 SD Karten
  • Videos in 4k
  • mit Handgriff VPB-XT2 = 2 Zusatzakkus + noch schneller, für ca. 330,- EUR
    • 11 statt 8 B/sek.
  • verfügbar ab September 2016, 1700,- EUR (500 mehr als X-T1, wegen Brexit?)
    • für 1700,- gibt es schon die Sony Alpha 7 II* mit Kleinbildsensor
    • besser bei X-T2: Wetterschutz, höhere Serienbildrate, besserer Tracking-AF, 2 SD-Karten, 4k-Video, X-Trans-Sensor, APS-C = kleinere Objektive

Røde Link Filmmaker Kit besonders günstig

  • Gute Ansteck-Funkmikrofone zur Zeit für 309,- bei amazon* (statt bisher 399,-)

Software zur Auswertung von MRT-Aufnahmen fehlerhaft

  • 70% Fehlerrate wo 5% erwartet
  • Unterschiede von 20 gesunden zu 20 verletzen Gehirnen genauso groß wie bei 20 gesunden im Vergleich zu anderen 20 gesunden!?
  • Aktivitäten im Hirn von toten Lachsen gemessen!!
  • sauerstoffreiches Blut reagiert anders auf Magnetfelder als sauerstoffarmes
  • Auswertung der Rohdaten vom MRT erfolgen mit spezialisierter Statistiksoftware
  • Überprüfung von 40.000 Studien empfohlen, sofern Rohdaten noch vorhanden (Zeitaufwand sollte sich machen lassen: Leistung von Rechnern/Grafikkarten besser geworden)
  • erinnert an Fotos im Raw-Format und Verbesserung der Bildqualität soblad sich die interpretierende Software verbessert (Darüber haben wir ausführlich in unsere Folge 054 — Alles über DNG gesprochen, ab Minute 30)

Einen Längeren Artikel und hofentlich auch Updates dazu fundest Du auf heise.de.


Verlosung »Iconication«: Zeig uns Deine Top-10

Hier die Hard-Facts zur Verlosung des Fotobuchs »Iconication«* von Anatol Kotte (mit persönlicher Widmung):

  • Erstelle eine Rangliste Deiner persönlich beliebtesten Fotopodcasts (min. 3 Podcasts)
  • Begründe kurz warum Platz 1 DEIN Platz 1 ist, vor allem wenn es nicht die fotophonie ist.
  • Teile diese Rangliste mit uns auf facebook oder auf Google+ oder Twitter.
  • Um gewinnen zu können, muss im Beitrag @fotophonie und das Hashtag #fotophonication vorkommen.
  • Die Plattformen facebook, Google+ und Twitter haben nichts mir der Verlosung zu tun. Einzig die fotophonie ist verantwortlich.

Blaustich durch Haida ND 4.5 Graufilter?

Dazu hat Dieter zwei Aufnahmen vom Farbtestmuster eines Colorchecker Passport angefertigt. Unter kontrollierten Bedingungen, also bei konstant gleichem Licht. Eine Aufnahme ohne ND Filter vor dem Objektiv und eine mit Haida ND 4.5 davor.

Drei gesetzte Messfelder der Pipette auf den neutral grauen Feldern des X-Rite Colorchecker
Drei gesetzte Messfelder der Pipette auf den neutral grauen Feldern des X-Rite Colorchecker

Die beiden Aufnahmen werden dann ohne weitere Bearbeitung in Photoshop auf zwei Ebenen gelegt und im Modus »Differenz« miteinander verrechnet.

Obere Ebene auf Modus »Differenz« einstellen
Obere Ebene auf Modus »Differenz« einstellen

Das Messwerkzeug »Pipette« wird auf den Messmodus »Lab« gestellt und gibt dadurch direkt Auskunft über die Abweichungen zwischen den beiden Aufnahmen. Wie Du siehst: keine nennenswerten Veränderungen in Helligkeit oder Farbe.

Differenz zwischen Aufnahme mit ND 4.5 Filter und ohne
Differenz zwischen Aufnahme mit ND 4.5 Filter und ohne (zweite Ebene darunter)

Update für Lightroom Plugin zum Colorchecker Passport

Download des X-Rite ColorChecker Passport Update (1.1.0)
Wer noch keinen Colorchecker Passport besitzt bekommt einen über Amazon*.

Hörtipp:

Alles über die Krautreporter-Genossenschaft

Anschauen:

Mitwirkende:

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Frank Fischer
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Dieter Bethke

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Archiv mit allen Episoden

Unser vollständiges Episoden-Archiv mit allen bisher erschienen Folgen findest Du auf der Archivseite.

7 Kommentare

  1. Lieber Dieter
    Ehre wem Ehre gebührt. Es wäre ja schön, wenn CameraControl von mir wäre aber nein das stammt, gemäs angabe auf der Webseite, von Andreas Rebs dem ich hier für diese super Tool danken möchte. Es war wirklich nicht meine absicht mich mit fremden Federn zu schmücken. Wenn du meinen Kommentar so interpretiert hast, dass das Tool von mir stammt, so wiederspiegelt es mindestes aber wie sehr ich davon überzeugt bin. 🙂

    Liebe Grüsse aus der Schweiz
    Adrian

    1. Danke Adrian, für die Aufklärung. Tut mir leid, dass ich Dich verwechselt habe. Das werde ich natürlich in der nächsten Folge klarstellen.

      Beste Grüße in die Schweiz,
      Dieter

  2. Huch, da is’n kleiner Amateur glatt im Podcast ’gelandet’. Danke.

    Eine Anmerkung zum randlosen Drucken mit dem IPF 1000:
    Anders als im Podcast zu hören bietet der IPF 1000 selbstverständlich, auch über Print Studio Pro, die Option des randlosen Druckens.
    Allerdings wird dann über den Rand hinaus gedruckt, das Bild beschnitten, ohne wirklich genaue Kontrolle darüber zu haben, wie das schon immer so ist bei randloser Tintendruckerei.
    Weil ich es weder gut finde unnötig Tinte im Drucker zu verteilen, noch die Kontrolle über die Maße des Bildes zu verlieren, drucke ich gerne mal in der Einstellung „mit Rand“ bis zum Rand. Also Rand gleich oder nahe Null.
    Klingt paradox, aber klappt wie unter #57 kommentiert, hinreichend genau.

    Zum Krummen Maß von 647,7mm zitiere ich zunächst Wikipedia:

    „Ein Beispiel für die Fotoszene ist das A2+-Format der Firma Photolux GmbH mit den Maßen 43,2 x 64,8 cm. Das ist ein 2:3-Format (Fotoformat) und nutzt gleichzeitig die maximale Druckerbreite der Epson-Druckerbaureihen 3800, 3880, 4800, 4880, 4900, 4990 aus. Der Fotograf hat damit die Möglichkeit, das 40×60-Bildformat ordentlich zu drucken. Wenn er das Blatt halbiert, erhält er wieder ein Fotoformat. Alle Papiere von Photolux werden in diesem Format angeboten.“

    Die fehlenden 0,3mm sind der Unterschied zu 17 Zoll breitem Papier unter Beibehaltung des 3:2-Formates.
    17“ = 431,8mm * 3 : 2 = 647,7mm

    Somit wäre es tatsächlich legitim über die fehlenden 0,3mm Höhe zu meckern.
    Oder es wäre konsequent, wenn’er in der Breite nur 431,8mm könnte.

    Aber das lassen wir mal, das ist im Bereich von Toleranzen.
    Oder: Bis zum nächsten Firmwareupdate – wer weiß 😉

  3. Nur kurz zur Info: Die Speakpipe geht mobil (zumindest unter Android) auch direkt im Browser ohne irgend eine App zu installieren. (Also noch ’ne Ausrede weniger. 😉

  4. Hey Fotofoniker,
    bei euerem Bericht über MRT-Software habt ihr ziemlich viel durcheinander gebracht. Die in dem Artikel angesprochene Software ist eine Spezialsoftware zur Erforschung von Hirnaktivitäten bzw. Funkionen, deshalb auch fMRT – die Hirnaktivitäten dann auswerten soll(te).
    Bei einem „normalen“ MRT in Krankenhäusern und Praxen geht es um die Darstellung von Organen und Gewebe, bis auf wenige Ausnahmen, also nicht um die Funktion sondern die Anatomie. Aus 12 Jahren Berufserfahrung kann ich euch beruhigen, dass die Bilder, die aus einem MRT kommen, kein Zufall sind und das Menschen von innen wirklich so aussehen, wie auf unseren Bildern. Es muss also niemand nach der Firmware eines MRTs fragen, bevor er sich untersuchen lässt oder befürchten, dass die Bilder nach einem Zufallsprinzip entstehen. Ich hoffe, ihr meintet das nicht ironisch und ich bin auf euch reingefallen, denn das könnt ihr noch nicht mal in Ansätzen ernst gemeint haben – oder?

    1. Hey Jost,

      nein, wir meinten das nicht ironisch. Du bist auf nichts hereingefallen. Gut, das mit dem »nach der Firmware fragen« war schon etwas zugespitzt von uns, um dem Thema hoffentlich noch etwas Belustigendes abzugewinnen. Danke, dass Du Dich meldest und uns aus Deiner Praxis die Sachverhalte darstellst. Du hast ja gehört, dass wir uns auch nicht vorstellen konnten, dass es nur noch falsche Bilder von MRTs gibt bzw. das sich nur auf die Bilder aus MRTs verlassen wird. Aber gut so hören, dass die Geräte in Untersuchungsräumen nicht betroffen sind/waren. Allerdings fühle ich mich schon noch leicht unwohl, wenn ich mir vorstelle, dass die Forschungsergebnisse von den genannten ca. 40.000 Studien möglicherweise falsch bzw. zufällig waren. Das wird ja schon Auswirkungen auf reale Behandlungsmethoden/Medikamente/Papers gehabt haben.

      Das Thema MRT zählt auf jeden Fall sicher nicht zu unseren Kernkompetenzen. 😉 Ich denke das haben wir ja auch klar gemacht. Wir haben uns auf die Inhalte aus dem Artikel auf heise.de bezogen, soweit wir ihn verstanden hatten. Nochmal, danke, dass Du Dich dazu zu Wort meldest.

      Beste Grüße,
      Dieter

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